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Revolution bei den Windsors

■ Prinz William besucht als erster Königssohn das Eton-Internat

London (AFP) – Im Hause Windsor steht eine Revolution bevor: Thronfolger Prinz Charles und seine Frau Diana haben beschlossen, mit dem kleinen William erstmals einen Sprößling des Königshauses auf das Internat Eton zu schicken. Vor wenigen Tagen bestand der Zwölfjährige die Aufnahmeprüfung für das renommierte Internat, in dem vor ihm immerhin 19 britische Premierminister die Schulbank drückten. „Von den Leuten, die etwas zu sagen haben, ist nur Gott kein früherer Eton-Schüler“, lautet eine Redensart der Londoner Gesellschaft. Dennoch kam bislang kein Sohn aus dem Königshaus in den Genuß, das Eton-Internat besucht zu haben.

Bis zur Generation von Prinz Charles war es üblich, die Königskinder von Privatlehrern unterrichten zu lassen. Williams Vater ging als erster Windsor-Sohn auf eine Schule. Jedoch hatten seine Eltern, Königin Elizabeth II. und Prinz Philipp, das äußerst strenge Pensionat Gordonstown in Schottland für ihn ausgewählt, wo Charles nach eigenem Bekunden einiges zu erleiden hatte. Diana, die von Charles getrennt lebt, war sich in der Frage der Schulwahl ausnahmsweise mit ihrem Mann einig, denn auch ihr Vater und ihr Bruder besuchten Eton.

Wenn auch nicht so streng wie in Gordonstown, so sind die Sitten in Eton doch alles andere als liberal. Die Prügelstrafe wurde zwar Anfang der 80er Jahre abgeschafft. Die Eton-Schüler haben jedoch feste Studienzeiten, während deren sie sich außerhalb der Schule nicht blicken lassen dürfen. Ohne schwarzes Jackett und Nadelstreifenhose dürfen sich Eton-Zöglinge nur während der täglichen fünf Ausgangsstunden zeigen.

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