piwik no script img

■ „Republikaner“-Chef dreht durchPolizisten gebissen

Füssen (taz) – Gegen Polizeibeamte hatte der 51jährige Füssener „Republikaner“-Ortsvorsitzende Georg Wischnat bislang nichts. Doch am Wochenende drehte der rechte Kommunalpolitiker völlig durch. Zunächst pöbelte und griff er in einem Lokal einige Türken an. Später ging er dann gegen mehrere Polizisten los.

Nach den massiven Attacken gegen türkische Gäste hatte der Wirt dem Rep-Chef Lokalverbot erteilt. Doch der randalierende Lokalpolitiker drängte erneut in das Wirtshaus. Als schließlich die Polizei eintraf, bespuckte er die Beamten, biß und kratzte sie und beschimpfte sie als „Kanalratten“ und „Faschisten“. Die Beamten hatten alle Hände voll zu tun. Schließlich drohte der „Republikaner“: „Euch mache ich den Garaus.“ Der Ortsvorsitzende widersetzte sich massiv seiner Festnahme, und als später eine Amtsärztin bei ihm eine Blutprobe entnehmen wollte, versuchte er, wie zuvor auch schon bei den Polizeibeamten, seine Fähigkeiten im Zielspucken unter Beweis zu stellen. Jetzt hat Herr Wischnat Anzeigen wegen Körperverletzung, Beleidigung, Hausfriedensbruch und Widerstands gegen die Staatsgewalt am braunen Hals und eine Nacht in der Ausnüchterungszelle hinter sich. Klaus Wittmann

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen