piwik no script img

Reps sammeln für Palästinenser

Berlin. Eine vieldeutige Presseerklärung, die sich als antisemitische Äußerung auslegen läßt, hat die Fraktion der „Republikaner“ in der BVV Friedrichshain anläßlich der Lichterkette verschickt. In der unter der Überschrift „Ein Licht für die Vernunft – gegen Gewalt und Rassismus“ am 23.12. verbreiteten Erklärung schreibt der Fraktionsvorsitzende Detlev Mahn, die BVV-Fraktionen seiner Partei von Friedrichshain und Tempelhof würden sich der Initiative für die Lichterkette anschließen. Die Fraktionen, so heißt es in dem Text, „gedenken dabei im besonderen der 415 Palästinenser, die in den Südlibanon deportiert wurden und die Nächte bei bitterer Kälte ausharren müssen“. „Wer jemanden ausweist im Wissen, daß der Ausgewiesene nirgends Aufnahme findet, handelt noch menschenverachtender als jener, der jemanden einsperrt“, heißt es in der offenbar gegen Israel gerichteten Erklärung. Die „Republikaner“ hätten 900 Mark gesammelt und wollten sie einer Hilfsaktion für die 415 Palästinenser überweisen.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen