: Reporter ohne Grenzen
Mindestens 103 Journalisten sind 1994 weltweit getötet worden. Das geht aus dem Jahresreport der deutschen Sektion von „Reporter ohne Grenzen“ hervor, der anläßlich des heutigen Internationalen Tages der Pressefreiheit veröffentlicht wurde. Von den Getöteten arbeiteten 48 in Ruanda. In Algerien sei die Lage „dramatisch“, heißt es in dem Bericht. Allein dort seien seit Januar 1995 acht Journalisten ermordet worden. Insgesamt seien in diesem Jahr bislang 16 Reporter umgebracht worden. 98 Reporter befänden sich im Gefängnis. In Europa sei es um die Pressefreiheit besonders in der Türkei schlecht bestellt. Die Lage sei „katastrophal“ für alle, die über Kurdistan berichten wollten.
Der Tag der Pressefreiheit wurde Anfang der 90er Jahre von der Unesco ins Leben gerufen. Die deutsche Sektion von „Reporter ohne Grenzen“ wurde 1994 gegründet und residiert im Haus der taz. Mitglieder der Organisation gibt es in 71 Staaten. Die Organisation finanziert sich zum Teil durch den Verkauf der Broschüre „100 Fotos für die Pressefreiheit“. Die 1995er Ausgabe kann gegen 15 Mark bestellt werden bei:
Reporter ohne Grenzen
Kochstr. 18, 10969 Berlin
Fax: 030-251 60 08
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