Rekord: Lebensmittelexport: Deutsche Wasabi-Schokolade nach Japan
| Die deutsche Ernährungsindustrie verkauft mehr Lebensmittel im Ausland als je zuvor. 2016 wurden Waren laut dem Branchenverband BVE im Wert von 56,7 Milliarden Euro exportiert, zwei Milliarden mehr als im Vorjahr. Dabei bleiben Fleischprodukte und Süßwaren die Topseller. 80 Prozent der Waren gingen in EU-Länder, jedoch sei der Binnenmarkt gesättigt, so der BVE. „Wir sehen die Wachstumschancen zunehmend außerhalb der EU“, sagt Stefanie Sabet, Geschäftsführerin des Verbandes. „Im letzten Jahr sind die Exporte außerhalb der EU um sieben Prozent gestiegen.“ Sabet zufolge seien Exportwaren hierzulande zum Teil nicht erhältlich, etwa in Deutschland produzierte undin Japan verkaufte Schokoriegel mit Wasabi-Geschmack.
Francisco Marí, Agrarexperte der Entwicklungsorganisation Brot für die Welt, kritisiert: „Die Agrarindustrie nimmt Entwicklungsländern Absatzmärkte weg, indem sie auf Kosten von Umwelt, Tier und Mensch verarbeitete Produkte exportiert.“ (dd)
Meinung + Diskussion
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen