■ Reisetip: La Gomera
Einer der Reize des Valle ist, daß man, so einen der Szene- Rummel nervt, nach kurzer Zeit in einer völlig anderen Welt ist: im Regenwald, dem Nationalpark Garajonay. Laut Unesco ein „Welterbe der Menschheit“.
Flucht per Leihwagen? Das bedeutet Kolonne fahren. Hunderte weißer Flitzer kurven mittlerweile über La Gomeras wenige Pisten. Warum nicht alternativ mit dem Fahrrad die endlosen Serpentinen hochstrampeln – natürlich mühselig wegen der durchgängig sechs bis acht Prozent Steigung und deshalb nur für Geübte empfehlenswert.
Wer aber oben mobil ist, hat Zeit für ein paar wunderschöne stille Stunden auf den Waldwegen des verwunschenen Regenwald-Labyrinths. Tip: Das Rad nicht erst morgens um 10 Uhr ausleihen (mañanagemäß kommt der Besitzer kurz vor 11), sondern schon tags davor abends. Und dann frühmorgens los. Ist weniger heiß, und oben wird einem nicht die Zeit knapp, wenn man noch im Hellen die lange Abfahrt zurück machen will.
Wandertouren Richtung Nationalpark sind quasi ein Muß. Ein halbes Dutzend alter Eselspfade führt aus dem Valle heraus. Zum Einsteigen ins Wanderleben eignen sich Halbtagstouren zum Wasserfall „Barranco de Arure“ oder auf den gut 600 Meter hohen Gipfel über der Playa Inglés. Der Hit: Mit dem Frühbus um 4.30 Uhr bis Chipude. Dort reichlich Kaffee in einer der gerade öffnenden Kneipen, dann eine Stunde zu Fuß zum Tafelberg Fortaleza und im Morgengrauen hochstiefeln. Der grandiose Sonnenaufgang oben, einsam beim Gipfelkreuz, entschädigt für das frühe Aufstehen allemal. -müll-
Wenn man in die Gesichter ansässiger Deutscher guckt, entdeckt man oftmals Zeichen von Hektik
Quasi das 17. Bundesland der Deutschen: das Valle Gran Rey Foto: Joachim E. Röttgers/Graffiti
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