■ Reise-Notizen: Lauschangriff in Pjöngjang
Ein französischer Tourismusmanager erlebte in dem auf ausländische Gäste spezialisierten Hotel Korryo in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang einen prompten Zimmerservice. Zwanzgig Minuten nachdem er im Selbstgespräch über die Kälte geschimpft hatte, wurde ihm ein Heizkissen serviert. Als er sich auf gleiche Weise über die abwesende Seife echauffierte, war sein Bad am nächsten Tag mit Seife, Zahnpasta, Zahnbürste, Shampoo und anderen Choses de toilette präpariert. Den Grund für den überirdischen Service entdeckte der Geschäftsmann erst später: Im Zimmer befand sich eine Abhörwanze des nordkoreanischen Geheimdienstes. faf/taz
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 330 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen