: Rechtsrutsch in den Niederlanden
AMSTERDAM ap ■ Bei den Kommunalwahlen in den Niederlanden hat es gestern nach ersten Ergebnissen einen Rechtsrutsch zu Lasten der sozialdemokratisch geführten Regierungskoalition gegeben. Während das Drei-Parteien-Bündnis von Ministerpräsident Wim Kok landesweit zwölf Prozent Stimmenanteile einbüßte, gewann die neue, rechtsgerichtete Partei Leefbaar Nederland in etlichen Städten aus dem Stand sogar die Mehrheit. In Rotterdam gewann Pim Fortuyhn 34,7 Prozent der Stimmen. Fortuyhn war wegen ausländer- und muslimfeindlicher Äußerungen aufgefallen. Vor einem Monat hat er seine eigene Partei gegründet, mit der er Umfragen zufolge bei der Wahl am 15. Mai 18 der 150 Parlamentssitze gewinnen könnte. Während Koks Partei und seine Koalitionspartner 66 Stimmen verloren, legten die oppositionellen Christdemokraten und die Grünen leicht zu.
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