: Rechtsradikaler verurteilt
Ein 19jähriger Mann wurde am Dienstag von einem Moabiter Schöffengericht wegen Volksverhetzung, Beleidigung und Sachbeschädigung zu sechs Monaten Jugendstrafe mit Bewährung verurteilt. Nach Überzeugung des Gerichts hatte er im Juli vorigen Jahres eine Afrikanerin mit den Worten „Neger verrecke“ und „ich hasse Negerfrauen“ beschimpft. Als die Frau in ihren Wagen in der Steglitzer Albrechtstraße flüchtete und wegfahren wollte, versperrte ihr der Vater des Angeklagten den Weg. Der junge Mann zwang sie, die Fensterscheibe herunterzukurbeln und spuckte ihr, ihren Angaben nach, ins Gesicht. Anschließend riß der Angeklagte, der wegen Verwendens von NS-Kennzeichen vorbestraft ist, den Außenspiegel des Fahrzeugs ab und trat gegen einen Scheinwerfer.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen