piwik no script img

■ RechtsradikaleKünftig keine Richter

Düsseldorf (taz) – Der Düsseldorfer Arbeitsminister Franz Müntefering hat dem rechtslastigen Deutschen Arbeitnehmerverband (DAV) ab sofort das Vorschlagsrecht für die Ernennung von ehrenamtlichen Richtern an Arbeitsgerichten aberkannt. Der DAV, so die Begründung des Ministers, „sei in letzter Zeit zunehmend in die politische Abhängigkeit der NPD geraten“. Auf Vorschlag des DAV sprechen in Nordrhein-Westfalen sechs ehrenamtliche Richter an Arbeitsgerichten und weitere acht an Sozialgerichten Recht. Drei der 14 DAV-Kandidaten gehören der NPD an. Der am Bochumer Arbeitsgericht miturteilende langjährige Landesvorsitzende der NPD, Peter Markert, wurde wegen seiner rassistischen Äußerungen vom Landesarbeitsgericht inzwischen vorläufig seines Amtes enthoben.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen