■ Rechtsaußen: Prozeß geplatzt
Northeim (taz) – Vor dem Amtsgericht Northeim ist der Strafprozeß gegen einen 25jährigen Skin geplatzt. Der Angeklagte war nicht zu Verhandlung erscheinen. Nachbarn sagten aus, er sei bereits vor einigen Monaten verschwunden, um im bosnischen Krieg als Söldner zu kämpfen. Er ist angeklagt, in alkoholisiertem Zustand einen Gesinnungsgenossen zunächst geprügelt und ihn dann gezwungen zu haben, über einem aufgeklappten Messer Liegstütz zu machen. Dabei verletzte sich der 22jährige durch einen Stich in den Bauch. Das Amtsgericht erließ Haftbefehl gegen den Verschwundenen.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen