: Raumgleiter im Visier
■ Luft- und Raumfahrtkongress in der Uni
Ungewöhnlich viele dunkle Anzüge sind dieser Tage in der Bremer Uni zu besichtigen: Seit Montag findet dort der alljährliche Deutsche Luft-und Raumfahrtkongress statt. Gestern war Pressekonferenz. „Was wir wollen, das ist ein EuroGUS-Projekt auf der Basis von Hermes.“ So skizzierte Werner Heinzmann, Vorstandsmitglied der Deutschen Aerospace, die Zukunft der deutschen und europäischen Raumfahrt. Die anwesenden Experten waren sich einig, daß angesichts knapper Mittel die Kooperation mit der GUS gesucht werden müsse. Der Kongreß wird noch bis zum Freitag andauern.
Das „Hermes-Raumgleiter“- Projekt wird in der geplanten Form nicht durchgeführt: Deshalb soll mit dem ehemals sowjetischen know-how in drei bis fünf Jahren mit der Entwicklung eines Raumgleiters auf der Basis von Hermes beginnen. Bis dahin soll die Raumfahrtindustrie-und forschung in der GUS mit westlicher Hilfe stabilisiert werden. Das große Zukunftsprojekt im Bereich Luftfahrt ist dagegen die Entwicklung eines Passagierflugzeuges, das 6-800 Fluggästen Platz bieten soll, erzählte Heribert Florsdorff, Generaldirektor von airbus Industrie.
Sichtlich unangenehm war allen Teilnehmern der Pressekonferenz die Frage nach den Peenemünder Feierlichkeiten zum Jahrestag des ersten V2-Raketenstarts. Wolfgang Wild, Generaldirektor der Deutschen Agentur für Raumfahrtangelegenheiten (DARA): „Wir haben schon früh den dringenden Rat gegeben, von der Veranstaltung abzusehen.“ J.G.
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