piwik no script img

■ FußballRassismus-Zuschlag

London (dpa) — Zwei englische Spitzenklubs, der FC Arsenal und Crystal Palace, haben den rassistischen Pöbeleien und Beschimpfungen in ihren Stadien den Kampf angesagt.

Crystal Palace bietet seinen Anhängern ermäßigte Eintrittskarten an, wenn sie sich schriftlich verpflichten, dunkelhäutige Spieler nicht zu beschimpfen. Vereinsvorsitzender Ron Noades erklärte: „Etwa 200 Fans haben bereits unterzeichnet. Unsere Fans wurden gebeten, den Platzordnern rassistische Zurufe und Ausschreitungen zu melden, damit die Übeltäter gefaßt werden können.“ Noades meinte allerdings, das Problem sei nicht mehr so groß wie noch vor drei Jahren.

Arsenal droht seinen Anhängern mit Gerichtsverfahren, wenn sie bei Beleidigung der dunkelhäutigen Spieler ertappt werden. Paul Davis, schwarzer Arsenal-Spieler, stellte fest: „Der Rassenhaß macht sich auf unseren Plätzen wieder bemerkbar. Als ich meine Karriere vor zehn Jahren begonnen habe, machten viele Fans affenartige Geräusche und bewarfen den Platz mit Bananen. Das passierte meist bei Auswärtsspielen, wenn die Heimmannschaft keine schwarzen Spieler in ihren Reihen hatte.“ Inzwischen haben die meisten englischen Vereine mindestens einen dunkelhäutigen Spieler.

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen