Rätselhafter Tweet von Lutz Bachmann: Polizei weist Spekulationen zurück
Pegida-Gründer Lutz Bachmann behauptet, dass Polizeibeamte ihm kurz nach dem Anschlag in Berlin Informationen zum möglichen Täter gesteckt haben.
Foto: dpa
epd | Die Berliner Polizei hat einen Medienbericht zufolge Spekulationen zurückgewiesen, nachdem ihr bereits wenige Stunden nach dem Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt Informationen zum mutmaßlichen Täter vorlagen. „Es ist hundertprozentig und eindeutig: Die Berliner Polizei hat erstmals am Dienstagnachmittag im Führerhaus des Lkw Hinweise auf einen tunesischen Tatverdächtigen gefunden“, sagte Polizeisprecher Winfrid Wenzel gegenüber Faz.net.
Damit dementierte er eine Darstellung des Begründers der asyl- und islamfeindlichen „Pegida“-Bewegung, Lutz Bachmann. Ein Tweet von ihm hatte zuvor für Verwirrung gesorgt. Demnach will er schon kurz nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Montagabend die Nationalität des mutmaßlichen Täters gekannt haben – aus Polizeikreisen, berichtet „Spiegel online“ (Donnerstag). Gepostet habe Bachmann: „Interne Infos aus Berliner Polizeiführung: Täter tunesischer Moslem.“
Weil der Generalbundesanwalt die Ermittlungen übernehme, spreche das für die Echtheit, hieß es in dem Tweet. Zum Zeitpunkt seines Beitrags lag der Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gerade einmal zwei Stunden zurück.
Am Montagabend hatte die Polizei an der Berliner Siegessäule zunächst einen Mann pakistanischer Herkunft festgenommen und ihn der Tat verdächtigt. Am Dienstagabend war dieser Mann aber mangels Beweisen wieder freigelassen worden. Der Name des mutmaßlichen Täters, Anis Amri, war erst am Mittwoch öffentlich bekanntgeworden.
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Interne Info aus Berliner Polizeiführung:
— Lutz Bachmann (@lutzbofficial) 19. Dezember 2016
Täter tunesischer Moslem.
Das der Generalbundesanwalt übernimmt, spricht für die Echtheit.
Am Montag waren in Berlin zwölf Menschen getötet und mehr als 40 teilweise schwer verletzt worden, als ein Lastwagen vorsätzlich auf den Weihnachtsmarkt vor der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche gesteuert wurde.
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