: Rätselhafte Besetzung
BERLIN taz ■ Nach der unblutig beendeten Geiselnahme in der irakischen Botschaft gestern in Berlin wird weiter über die Hintergründe der Tat gerätselt. Die Justiz gab bekannt, dass es sich bei den fünf Besetzern um Asylbewerber handele, die in einem Heim im Land Brandenburg lebten. Sie wurden dem Haftrichter vorgeführt. Über die Frage, wer die Gruppe „Demokratische Irakische Opposition Deutschlands“ (Diod) ist, die für die Besetzung verantwortlich zeichnete, wird derzeit nur spekuliert. Die großen irakischen Oppositionsgruppen haben sich unisono von der Aktion der Diod distanziert und angekündigt, „außerhalb des Iraks“ nicht mit Gewalt gegen das Regime des Präsidenten Saddam Hussein vorzugehen. SES
brennpunkt SEITE 7
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen