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■ RadiodaysDonnerstag

Neben Pilzesammeln gab es im Leben des jüngst verstorbenen Komponisten John Cage eine weitere Quelle der Inspiration: das Werk des James Joyce. So kann denn auch das 1979 produzierte Hörspiel „Roaratorio“ (S2-Kultur, 21.00 Uhr) als Hommage des Komponisten an „Finnegans Wake“ verstanden werden. „Ein irischer Zirkus über Finnegans Wake“ lautet der Untertitel. Die Struktur des Zirkus war in Cages Sicht aus vielen Zentren und Handlungssträngen zusammengesetzt. So fand der Komponist im Zirkus die perfekte Allegorie für das Leben selbst. Zwei Geräuschebenen bestehen aus 2.293 (!) akustischen Elementen: Auf einem Band realisiert Cage die Hinweise auf Geräusche, die der Roman selbst enthält. Ein zweites Band entsteht, indem der Musiker als Tönesammler in Irland Geräusche einfängt. Ein gefundenes Fressen für Cage-Fans und für Freunde der Grünen Insel.

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