■ Radiodays: Dienstag
Unser Alltag ist ohne den Rinderwahnsinn kaum mehr vorstellbar. (Man denke nur an die gähnende Leere im Metaphernsetzkasten unserer Feuilletons ohne die Referenz auf jene ungreifbare Bedrohung.) Erfreulich, daß Peggy Fuhrmann der Sache nun kulturwissenschaftliche Erdung zuteil werden läßt. Sie tut das ordentlich, indem sie die Zivilisationsgeschichte zurückschreitet und immer wieder bohrend fragt: Wie kam der Mensch auf die Kuh? Kulturkritik vom Kuhstall aus. Das Fazit ist unerbittlich: Die profitgeile Spezies Mensch ist schuld am eigenen Untergang! (SFB 3, 22.30 Uhr).
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen