■ Radiodays: Montag / Dienstag
Um 20.05 Uhr wird vom BR 2 das gängige Vorurteil entkräftet, Fay Weldons Geschichten seien bloß was für Hardcore-Feministinnen. Das Loch im Kopf der Welt beweist einmal mehr, daß der Gesellschaftsspiegel dieser scharfzüngigen Britin keinesfalls in die „Minderheiten- Ecke“ geschoben werden darf. Auch in dieser Erstsendung registriert sie wieder die Arbeitsmotivation hochberühmter Gesellschaftsstützen, ihre Verstrickungen in Eitelkeit, Geltungsbedürfnis und die Machtstrategien anderer. Und wie im true life wird der Plot vom ewigen Balzverhalten verkompliziert. So will die ehrgeizige Assistentin den Nobelpreisträger Matt nach fast getaner Lebensarbeit noch schnell zum Sprungbrett in die Karriere nutzen...
Wie (fast) jeder seiner „angry young men“-Kumpels verdiente der Engländer Eric Blair sich zunächst einige „Negativ-Sporen“ als Kolonialbeamter des Mutterlandes. Um sich dann, angeekelt von der imperialen Tagespraxis, als republikanischer Freiwilliger in den Spanischen Bürgerkrieg zu stürzen. All das erzähle ich nur, weil diese turbulenten Erlebnisse seine späteren Romane strukturierten, die ihn unter dem Decknamen George Orwell weltberühmt machten. Zum Beispiel: 1984. Zu hören ist das Werk beim DeutschlandRadio Berlin, Teil 1: heute, 15.35 Uhr; Teil 2: 14.12., 20.00 Uhr.
Von der Relativität der Wirklichkeit singt nicht nur die Philosophie ein Liedchen. Auch die Naturwissenschaft ist neuerdings wieder mit von der Partie, wenn es die Fuzzy Logic – die Logik der Halbwahrheiten zu bestimmen gilt. Für Quereinsteiger gibt Dr. Uwe Spingfeld um 22.00 Uhr ein Nachhilfestündchen (SFB 3). GeHa
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen