piwik no script img

Radioaktiv nach Absturz

■ Bei Flugzeugabsturz in Amsterdam vor sechs Jahren wurde Strahlung freigesetzt

Den Haag (dpa) – Bei dem Flugzeugabsturz auf ein Amsterdamer Wohnviertel vor sechs Jahren sind nach einer Studie größere Mengen schwach radioaktiven Urans freigesetzt worden. Die Sozialdemokraten im niederländischen Parlament beantragten gestern eine Dringlichkeitsdebatte zu diesen Befunden. Ein schwedisches Institut hatte 15 Personen untersucht, die sich nach dem Absturz an der Unglücksstelle aufgehalten hatten. Je länger sie dort gewesen waren, desto mehr Uran wurde in ihrem Kot festgestellt. Die Herkunft des Urans ist nicht zweifelsfrei geklärt, jedoch ist es bei älteren Boeing-Maschinen in den Tragflächen eingearbeitet.

Bei der Katastrophe war eine Frachtmaschine der israelischen El Al vom Typ Boeing 747 auf einen Wohnblock gestürzt. Drei Besatzungsmitglieder, ein Passagier und 43 Anwohner kamen ums Leben. Viele Anwohnermußten in den darauffolgenden Jahren wegen Haarausfalls und Hautkrankheiten behandelt werden.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen