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RWE senkt Preise

■ Beim Strom sparen, ohne Strom zu sparen / Jahresbilanz vorgestellt

Essen/Berlin (AP/taz) – Alle reden von der ökologischen Steuerreform, die den Ressourcenverbrauch senken soll. Die wirklichen Verhältnisse sind genau umgekehrt. „Verbraucht mehr Strom!“ ist die Message, die der Elektrizitätserzeuger RWE Energie AG an die Kundin und den Kunden bringt. Schmackhaft gemacht wird das der Kundschaft durch eine baldige Strompreissenkung von 10,5 Prozent. Dies ist durch den Wegfall des Kohlepfennigs möglich, den das Verfassungsgericht verbot. Damit kann die Steinkohle nicht länger über den Strompreis subventioniert werden.

Bei der Vorstellung der Jahresbilanz der Stromtochter des RWE- Konzerns erklärte der Vorstandsvorsitzende Roland Farnung, daß Haushalte im Jahr etwa 100 Mark weniger für Strom ausgeben müßten. Für die Industrie plant RWE eine Entlastung von durchschnittlich sogar zwölf bis 13 Prozent. Ein mittelgroßes Maschinenbauunternehmen könne bei der Elektrizitätsrechnung 284.000 Mark sparen, rechnet RWE vor, und das ganz ohne Strom zu sparen.

Farnung versprach aber auch ein verstärktes Engagement des Konzerns im Bereich Energiesparen und regenerative Energien. Ganze 100 Millionen Mark sollen für eine neues Programm ausgegeben werden. Die Gesamtinvestitionen von RWE Energie lagen 1994/95 bei 2,3 Milliarden Mark. Allein für Kernbrennelemente gingen 150 Millionen Mark drauf. Vor allem wegen der erstmaligen Einbeziehung ostdeutscher Energieversorger kletterten die Umsatzerlöse um 17 Prozent auf 19 Milliarden Mark. Während der Stromverkauf um 1,7 Prozent auf 125 Milliarden Kilowattstunden stieg, sank die Zahl der Beschäftigten um 1.000 auf 22.400. lieb

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