: RAF-Aussteiger Beer angeklagt: Mord und 30 Mordversuche
■ Bundesanwaltschaft will Kronzeugenregelung beantragen
Berlin (taz) — Wegen Mord und Mordversuch in 30 Fällen hat die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe Anklage gegen den RAF-Aussteiger Henning Beer beim Oberlandesgericht Koblenz erhoben. Zwischen 1979 und 1981 soll der 32jährige an den Anschlägen der Rote Armmee Fraktion auf den Kommandierenden der US-Streitkräfte in Europa, Alexander Haig, den US-General Frederik Kroesen, das Hauptquartier der Nato-Luftwaffe in Ramstein und bei einem Banküberfall in Zürich beteiligt gewesen sein. Nach Werner Lotze und Susanne Albrecht ist Henning Beer der dritte der im letzten Jahr in der DDR festgenommenen RAF-Aussteiger, der unter Anklage gestellt wird. Auch in seinem Fall will die Bundesanwaltschaft die Kronzeugenregelung beantragen. SEITE 4
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen