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Quoten-Streik

Auch die taz-Frauen haben sich die Quote erst erkämpfen müssen: Im Herbst 1980 hatte ein Redakteur versucht, am Plenum vorbei einen pornographischen Text in der taz zu plazieren. Der Artikel, unterzeichnet mit dem Pseudonym „Gernot Gailer“, löste im Haus und unter den LeserInnen eine heftige Pornodebatte aus. Als ein anderer Redakteur dann die Leserbriefseite auch noch mit einer pornographischen Karikatur illustrierte, traten die taz-Frauen in den Streik und legten ein Papier zur Neuordnung der internen Strukturen vor, dessen Kernpunkt die Quotenregelung war. Der auf einem „Nationalen Sonderplenum“ bestätigte Beschluß ist in seiner ursprünglichen Form noch heute gültig.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen