Queer Lecture mit Alexander Zinn: Queer – mehr Einfalt statt Vielfalt?

Der Historiker Alexander Zinn analysiert die LGBTI*-Bewegung als linksidentitär. Über das Warum im nächsten „taz Talks meets Queer Lectures“.

Totalitarismusforscher Alexander Zinn - fröhlich und diskussionsfreudig Foto: Katja Pietrusky

In seinem heiß diskutierten Text „Einfalt statt Vielfalt“ kritisierte der schwule frühere Bürgerrechtsaktivist Alexander Zinn die herrschende LGBTI*-Bewegung als „linksidentitär“. Sie formuliere keine brückenbauenden Konzepte und übe sich stattdessen mehr in Abgrenzung zu anderen.

Wann: Mo., 17.05.2021, 19 Uhr

Wo: youtu.be/0vqyvN1O1jU

Kontakt: taztalk@taz.de

Anders als die Schwulen- und Lesbenbewegung der frühen bis späten achtziger Jahre, die noch etwas auf die Moral von Gloria Gaynors Song „I Am What I Am“ hielt und Bündnisse bis weit in konservativ-liberale Szenen zu schmieden wusste, so Zinn, vertiefe und verliere sich die heutige LGBTI*-Bewegung in Differenz(en).

Trägt das aber zum Erfolg politischer Bewegungen wie der queeren bei? Oder bleibt sie weitgehend unter sich - in der Bubble der ohnehin Eingeweihten? Wo bleibt das Erfolgsbewusstsein, das die Lesben- und Schwulenbewegung der frühen Neunziger dazu brachte, etwa die „Ehe für alle“ über die eigene Szene zu popularisieren?

Dr. Alexander Zinn, Jahrgang 1968, geboren und aufgewachsen in Berlin, viele Jahre lang Pressesprecher des LSVD, publizierte jüngst als Herausgeber das Buch „Aus dem Volkskörper entfernt? Homosexuelle Männer im Nationalsozialismus“ bei Campus. Er forscht am Hannah-Arendt-Institut der TU Dresden zu Totalitarismusforschung. Alexander Zinns Text „Einfalt statt Vielfalt“ finden Sie hier.

Moderation: Jan Feddersen, taz-Redakteur für besondere Aufgaben sowie Kurator der taz Talks und des taz Lab.

Ein taz Talk in Kooperation mit der Initiative Queer Nations.

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