Quarzsandhandschuhe: Disziplinarverfahren gegen Polizist
Es waren doch Quarzsandhandschuhe, die er trug. Das hat ein Polizist nach einem taz-Bericht zugegeben.
Jetzt hat er gestanden: Wie die Polizei am Freitag mitteilte, hat ein Beamter eingeräumt, bei einem Einsatz vor einer Woche am Hermannplatz in Neukölln die verbotenen Quarzsandhandschuhe getragen zu haben. Diese Ausrüstung dämpft die Wucht eines Schlages auf die Hand ab - so kann man fester draufhauen. taz-Autor Björn Kietzmann waren die Handschuhe aufgefallen. Jetzt läuft ein Disziplinarverfahren gegen den Beamten. Polizeivizepräsident Gerd Neubeck: "Es ist nicht tolerierbar, dass ein Polizeibeamter Quarzsandhandschuhe getragen hat, obwohl allen Mitarbeitern bekannt ist, dass ausschließlich dienstlich gelieferte Ausrüstungsgegenstände zu verwenden sind." Der Beamte hatte die verbotenen Handschuhe offenbar privat gekauft. Zugleich verurteilte Neubeck, dass die taz unter der Überschrift "Polizei schlägt weiter mit Quarzsand zu" über den Vorfall berichtet hatte. Neubeck findet, durch die Überschrift werde das Ansehen der Polizei beschädigt: "Hier werden tausende Mitarbeiter dieser Behörde und ihre gute Arbeit wegen eines Einzelfalles, der durch die verwendete Überschrift nicht einmal zutreffend beschrieben wird, in Misskredit gebracht."
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