Prozess um Kinderporno-Plattform

Haftstrafe für „Elysium“-Betreiber

Im Prozess gegen die Betreiber der Kinderporno-Plattform „Elysium“ ist das Urteil gefallen. Vier Männer müssen für mehrere Jahre ins Gefängnis.

Zwei Männer verdecken ihre Gesichter mit Aktenordnern

„Elysium“ hatte weltweit etwa 111.000 Nutzerkonten Foto: dpa

LIMBURG dpa/afp | Wegen ihrer Führungsrolle bei der riesigen Kinderpornografie-Plattform „Elysium“ hat das Landgericht Limburg vier Männer zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Die Richter sprachen die Angeklagten aus Hessen, Baden-Württemberg und Bayern am Donnerstag schuldig, das Portal als Bande im abgeschirmten Darknet betrieben beziehungsweise sich daran beteiligt zu haben. Sie sollen in dem Forum als Administratoren, Programmierer und Moderatoren aktiv gewesen sein.

Das Gericht verhängte Freiheitsstrafen zwischen drei Jahren und zehn Monaten und neun Jahren und neun Monaten. Verurteilt wurden die Deutschen unter anderem wegen des öffentlichen Zugänglichmachens sowie des Besitzes von Kinderpornografie. Ein 63-Jähriger wurde zudem wegen schweren sexuellen Missbrauchs zweier kleiner Kinder. Das Gericht ordnete gegen ihn Sicherungsverwahrung an.

Die Verteidigung hatte auf teilweise Freisprüche und „mildere“ Strafen plädiert – von der Sicherungsverwahrung für den betreffenden Angeklagten solle abgesehen werden.

Die im Wesentlichen geständigen Angeklagten sollen auch bei einer Vorgängerplattform aktiv gewesen sein. „Elysium“ hatte weltweit mehr als 111 000 Nutzerkonten. Ermittler schalteten das Portal im Juni 2017 ab.

Einmal zahlen
.

Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

Haben Sie Probleme beim Kommentieren oder Registrieren?

Dann mailen Sie uns bitte an kommune@taz.de