: Prof. Ernst: Neues Plädoyer für Nordstaat
Die fortdauernde Existenz leistungsschwacher Länder gefährdet das föderative System und verstärkt die Stellung des Bundes zu Lasten der Länder. Diese Ansicht vertritt der damalige Vorsitzende der l970 eingesetzten Sachverständigenkommission für die Neugliederung des Bundesgebietes, Staatssekretär a.D. Prof. Dr. Werner Ernst, in einem Beitrag für die „Bremer Nachrichten“. Ernst bringt erneut die Bildung eines Nordstaates aus Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein ins Gespräch.
Wenn von einer Ausbalancierung der Macht, einem der wichtigsten Ziele des Föderalismus, keine Rede mehr sein könne, so Ernst, haben unter der Schwäche einzelner Länder auch die übrigen zu leiden. dpa
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen