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Preußens Glanz und Gloria

■ Parlament zog in neues Provisorium: Festakt zur Eröffnung

Mitte. Mit einem Festakt ist der neue Sitz des Abgeordnetenhauses gestern offiziell eröffnet worden. Nachdem das Landesparlament über 40 Jahre im Rathaus Schöneberg getagt hatte, hält es künftig seine Sitzungen im ehemaligen Preußischen Landtag ab. Parlamentspräsidentin Hanna-Renate Laurien erinnerte zu Beginn der Feierstunde vor Abgeordneten und rund 400 Gästen an die Geschichte des ehemaligen Preußischen Landtags. Das Gebäude im Zentrum der Stadt, in dem erstmals 1899 das Preußische Abgeordnetenhaus tagte, war in knapp zwei Jahren für über 160 Millionen Mark umgebaut worden.

Indem das Berliner Abgeordnetenhaus „sein Haus“ beziehe, stelle es sich „dem Aufruf, der Verpflichtung, die aus der Geschichte dieses Hauses erwachsen“, sagte Frau Laurien. „Unser Jahrhundert war und ist gekennzeichnet durch die unaufhebbare Spannung zwischen den Grundprinzipien der Demokratie: Mehrheit, Freiheit, Gleichheit, aufgewühlt durch das Gegeneinander von liberaler und egalitärer Demokratie.“ Die Geschichte der Menschen, die in diesem Haus diskutiert und gehandelt hätten, sei die Geschichte dieser Auseinandersetzungen. Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth gratulierte Laurien: „Ich hoffe mit Ihnen, daß die demokratischen Traditionen in diesem Haus fortgesetzt werden und der neue Sitz des Abgeordnetenhauses sich schnell zum demokratischen Zentrum Berlins entwickeln wird“, erklärte Süssmuth in einem Grußwort. dpa/AFP

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