Premieren dank Corona: Man soll niemals „nie“ sagen

Corona nötigt uns Verhaltensänderungen ab, im Guten wie im Schlechten. Wir haben unsere KollegInnen gefragt, was in dieser Zeit ihr erstes Mal war.

EIn Haufen essbare Schaummäuse in Pink und Weiß und darunter 10-Euro-Scheine

Zum Geburtstag in Corona-Zeiten ausnahmsweise ein Geldgeschenk Foto: Karsten Thileker

Jede Menge Farbe

Mit einem Menschenauflauf hatte ich nicht gerechnet. In Irland herrscht – wie in den meisten europäischen Ländern – Ausgangsverbot. Aber die Nachbarn, vorbildlich mit Sicherheitsabstand, wollten sich das ungewöhnliche Schauspiel nicht entgehen lassen: Ich stand auf einer Leiter und strich zum ersten Mal in meinem Leben Fenster. Ab und zu brandete Zwischenapplaus auf, wenn ich mit einem Fenster fertig war.

Ein Zuschauer vermutete jedoch, dass mein plötzlicher Heimwerker-Eifer mit einer Sars-CoV-2-Infektion zusammenhängen könnte. Er schlug vor, zu googeln, ob Hyperaktivität zum Krankheitsbild gehöre. Ein anderer meinte, dass ich später bei ihm die Fenster streichen könnte, da in Anbetracht des großen Eimers wohl jede Menge Farbe übrig sein würde.

Ich hatte mich tatsächlich im Baumarkt verrechnet. Wahrscheinlich war ich von dem reichhaltigen Angebot in dem Laden beeindruckt. Ich hatte die gesamte Fensterfläche mit der Anzahl der Fenster multipliziert, weil ich nicht daran gedacht hatte, dass das Glas nicht gestrichen wird. In meinem Fall galt das jedoch nur bedingt. Ich muss noch mal in den Baumarkt, um eine Flasche Terpentin zu besorgen. Einen Eimer Wandfarbe habe ich bereits gekauft, weil die Ausgangssperre wohl verlängert wird. Ich werde vorerst jedoch von weiteren Freiluft-Heimwerkeraktivitäten absehen, weil mich die Polizei sonst wegen einer nicht genehmigten öffentlichen Veranstaltung mit einem Bußgeld belegen könnte.

*Ralf Sotscheck, 66 Jahre, Korrespondent für Irland und Großbritannien*

„Nosferatu“ für alle

Im Innenhof mit der Nachbar-WG über Bea­mer einen Stummfilm, „Nosferatu“, an die Hauswand projiziert und mit allen auf den Balkonen gemeinsam angeschaut.

Ein Hochbeet angelegt für meine Eltern, Risikogruppe und in freiwilliger Quarantäne. Scheint ja ein Trend zu sein.

Auf einem Parkplatz angestanden, um im Baumarkt einzukaufen.

Nicht wirklich Ostern gefeiert.

Mich über eine Videokonferenz mit Freunden betrunken.

Meine Nachbarn näher kennengelernt und für sie eingekauft.

Das Gefühl einer echten gesellschaftlichen Krise verspürt, als ich vor leeren Nudelregalen stand.

*Jean-Philipp Baeck, 37 Jahre, SEO-Redakteur*

Schnipp, schnapp

Sechste Woche Homeoffice und fünfter Monat nach dem letzten Friseurbesuch. Der Blick in den Spiegel offenbart Grausliches. Das, was mal ein Pony war, hängt am Kinn, ausgeblichene Strähnchen sträuben sich gegen Kamm und Bürste. Alle Warnungen vor Selbstbehandlung sind bei dem Anblick egal: Gehirn aus, Laptop an.

Auf Youtube gibt es massenweise Haarschneidetutorials, nach dem Zufallsprinzip wird eines genommen, das ungefähr zur ehemaligen Frisur passt. Der Mann sieht professionell aus und hat die Haare schön. Los geht’s. Er erklärt die ersten Schritte, ich mache das nach. Schon der erste Versuch geht in die Hose. Versuche mal jemand, über Kopf alle Haare genau in der Mitte zusammenzuhalten, gerade herunterzuziehen und gleichmäßig abzuschneiden. Klingt einfach, ist es aber nicht. Das desaströse Ergebnis lässt sich gut mit einem zweiten Spiegel von hinten betrachten.

Dieser Text stammt aus der taz am wochenende. Immer ab Samstag am Kiosk, im eKiosk oder gleich im praktischen Wochenendabo. Und bei Facebook und Twitter.

Zweiter Versuch. Schnipp, schnapp – wieder nicht so, wie es der Meister vorführt, aber diesmal einigermaßen gerade. Egal, muss mich ja nicht von hinten sehen. Weiter zum sensibelsten Teil, dem Pony. Die guten Vorsätze – bloß nicht zu kurz! – sind in dem Moment vergessen, wenn die Schere ansetzt. Der Trick dabei: Um einen sanften Übergang zu den Seiten hinzubekommen, sollen die akkurat abgeteilten Strähnen einmal um 180 Grad gedreht werden.

Irgendwas ist falsch gelaufen, sehe aus wie eine Romulanerin („Star Trek“, wer’s kennt): Mitte lang, Seiten kurz. Also alles noch mal, wieder drehen, die Strähnchen zwischen zwei Finger quetschen und absäbeln. Jetzt natürlich noch kürzer, sonst passt das nicht. Das Ergebnis treibt mich zur Rotweinflasche. Vorteil: Ich verlasse das Haus nur noch im Ausnahmefall und komplett vermummt mit Sonnenbrille, Gesichtsmaske und Basecap.

*Petra Dorn, 61 Jahre, Assistenz Chefredaktion*

Nase im Gras

Weil sonst nichts hilft, krabbeln wir schließlich auf allen vieren über die Wiese. Wir tasten knubbelige Graswurzeln ab, befingern trockene Halme. In der Hoffnung, dass sich nicht kürzlich ein Hund hier erleichtert hat, befühlen wir jede Stelle des sandigen Bodens. Irgendwo muss es doch sein, das Ding. Erst als Spaziergänger vorbeikommen, denke ich, dass wir vielleicht etwas seltsam aussehen, so mit der Nase im Gras.

Weil die Berliner Parks coronamäßig voll waren, sind wir raus nach Brandenburg und haben es mit Geocaching probiert. Das ist eine Art Schatzsuche per GPS-Daten, die man auf der gleichnamigen Seite im Internet findet. Es gibt Tipps, jeder kann suchen. Wer will, kann auch selbst Sachen verstecken und auf der Seite eintragen. Eine Karte zeigt: Unzählige Dinge sind in der Landschaft versteckt. Man muss sie nur finden.

Das kann ganz schön knifflig sein. Auf der Wiese brauchen wir alle Tipps. Man habe einen freien Blick auf den See, heißt es. Das hilft nicht wirklich. Wir gleichen unseren Standort noch mal mit den GPS-Daten ab. Schließlich stoßen wir auf weißes Plastik, das in die Erde eingelassen ist. Wir ziehen ein Röhrchen ­heraus, schrauben es auf. Und tragen uns – wie viele vor uns – freudig in ein kleines Büchlein ein zum Beweis: Wir haben es gefunden.

Die Kinder sind jetzt angefixt. Sie wollen sofort weiter zum nächsten Cache. Wir finden an diesem Tag Verstecke in aufwendig ausgehöhlten Aststücken, in Baumstümpfen, in einer alten Dose, in einem präparierten Pilz. Alles in einem Umkreis von wenigen Kilometern. An Orten, wo wir schon spazieren waren, aber bislang achtlos vorbeigelaufen sind.

Für diesen Spaß kann man auch mal auf allen vieren über eine Wiese krauchen. Kleiner Nachteil: Man glotzt mitten in der Natur ziemlich viel auf sein Smartphone. Nach zwei Tagen Geocaching ist die Familie happy, aber mein monatliches Datenvolumen am Ende.

*Antje Lang-Lendorff, 42, Redakteurin der taz am Wochenende*

Zoom entdeckt

Ich bin zum ersten Mal in meinem Leben mit einer großen Tupper-Schüssel zu einem Restaurant in der Nachbarschaft gegangen, um Essen abzuholen.

Eine Webcam benutzt.

Zoom benutzt.

Ich bin kurz davor, ein Smartphone zu kaufen, um die Tracing-App zu laden.

Ich habe jetzt erstmals drei Gesichtsmasken, alle hässlich.

Ich habe zum ersten Mal in einem Hotel auf dem Zimmer gefrühstückt, weil Buffets nicht mehr erlaubt sind.

Ich war zum ersten Mal in Britz und in Marienfelde mit dem Rad, weil man Berlin kaum noch verlassen darf.

Ich habe erstmals Ruhe in meinem Hinterhof, weil Tegel faktisch geschlossen ist.

Ich habe zum ersten Mal eine Pastinakensuppe gekocht, weil die Mittagstische alle geschlossen sind.

*Ulrike Herrmann, 56 Jahre, Wirtschaftsredakteurin*

Revolution

Die Pandemie hat etwas extrem Sonderbares bewirkt: Ich koche. Für mich, der sich vor Corona wirklich jeden Tag der Woche außer Haus verköstigte und der jeglicher Begabung für Kochkünste unverdächtig war, ist das Kochen ein revolutionärer Akt.

Meine winzige Küche, sonst ein Leergut­lager, beherbergt neuerdings eine Induk­tions­kochplatte, Töpfe, Pfannen und den ganzen anderen Kram. Mein Kühlschrank, bisher das Zuhause von Kaltgetränken, kühlt nun echte Lebensmittel. Pellkartfoffeln sind längst Routine, meine Nudeln haben inzwischen den richtigen Biss, und der besondere Stolz meiner Küche war kürzlich ein nahezu perfekt gebratenes Steak. Nur die Saucen verweigern sich bisher meiner kulinarischen Revolution und zeigen sich pampig. Aber wie meinte jüngst die Kanzlerin: Bei Corona stehen wir erst am Anfang. Die Saucen und ich, wir werden noch Freunde.

*Manu Schubert, 36 Jahre, taz-Verlagsredakteur*

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■ Das neuartige Coronavirus trägt die offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2. Es ruft die Krankheit mit dem offiziellen Namen Covid-19 hervor. Der Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar.

Ab Januar 2020 hatte sich das Virus von der Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei her ausgebreitet – inzwischen weltweit.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Ausbreitung des Coronavirus am 11. März 2020 zur Pandemie erklärt, also zu einer weltweiten Epidemie.

Alle Artikel der taz zum Thema finden sich im Schwerpunkt Coronavirus.

Eine Pandemie ist eine weltweite Epidemie, also regional nicht begrenzt. Bei einer Pandemie überträgt sich ein neuartiger Virus von Mensch zu Mensch.

■ Da es keine Grundimmunität gibt, keine spezifischen Medikamente und keine Impfung, führt das zu einer hohen Zahl an teils schweren Erkrankungen und Toten. Dies kann unter anderem zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen, wie es beispielsweise in Italien bereits regional zu beobachten war. Deshalb ist das Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig schwer erkranken.

Auf eine weitreichende Beschränkungen sozialer Kontakte hatten sich am 22. März 2020 die Bundeskanzlerin und Regierungschefs der Länder geeinigt. Damit sollte der Anstieg der Fallzahlen verlangsamt und eine Überlastung des Gesundheitssystems möglichst verhindert werden. Im April sowie im Mai beschlossen Kanzlerin und Länderchefs dann schrittweise Lockerungen. Die Kontaktbeschränkungen bleiben grundsätzlich bis zum 29. Juni bestehen. Details regeln weiterhin die Länder. (Hier eine Übersicht der Bundesregiergung zu Regelungen in den Ländern). Im Fall regionaler schneller Anstiege der Infektionszahlen sollen die Behörden vor Ort sofort mit neuen Beschränkungen reagieren.

■ Einen Abstand von mindestens 1,5 Metern soll man weiterhin draußen zu allen anderen Menschen außer der Begleitung einhalten.

■ Ein Mund-Nasen-Schutz muss in ganz Deutschland beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr getragen werden.

■ Seit Anfang Mai gilt: Angehörige zweier Haushalte dürfen sich grundsätzlich treffen – beispielsweise also zwei Familien oder zwei Wohngemeinschaften. In einzelnen Bundesländern gibt es darüberhinaus Spezialregelungen.

Schulen und Vorschulen sollen unter Auflagen noch vor dem Sommer wieder für alle Kinder öffnen.

■ In Kliniken und Pflegeeinrichtungen wurden die Regeln gelockert: PatientInnen oder BewohnerInnen können wieder durch eine bestimmte Person besucht werden.

Alle Geschäfte in Deutschland dürfen unter Auflagen wieder öffnen – ohne Quadratmeterbegrenzung der Verkaufsfläche.

Im Sport ist das Training unter freiem Himmel wieder erlaubt. Freizeitsportler müssen sich aber an bestimmte Auflagen halten. So muss eine Distanz von mindestens 1,5 Metern gewährleistet sein.

Die Fußball-Bundesliga hat die Saison seit Mitte Mai mit Geisterspielen fortgesetzt – zumindest die erste und zweite Liga der Männer. Die Fußballbundesliga der Frauen bleibt hingegen zunächst ausgesetzt. Vor Publikum werden in dieser Saison in jedem Fall keine Spiele mehr stattfinden.

Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten.

Bei Restaurants sollen die Bundesländer eine schrittweise Öffnungen selbst regeln. Auch für Kinos, Theater, Hotels oder Kosmetikstudios haben die Ländern die Lockerungen eigenständig zu verantworten.

■ Spielplätze sind unter Auflagen wieder geöffnet – darauf einigten sich Kanzlerin und Länderchefs bereits am 30. April.

Gottesdienste und Gebetsversammlungen sind wieder zugelassen – unter besonderen Anforderungen des Infektionsschutzes. Taufen, Beschneidungen und Trauungen sowie Trauergottesdienste sollen im kleinen Kreis möglich sein.

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können unter Auflagen wieder öffnen.

Aktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland veröffentlicht das Robert-Koch-Institut (RKI).

Eine ausführliche Darstellung der COVID-19-Fälle in Deutschland bis auf Landkreisebene hat das RKI in einem Corona-Dashboard zusammengestellt. Auch gibt es tägliche Situationsberichte heraus.

Internationale Zahlen hat unter anderem die Weltgesundheitsorganisation WHO in einer interaktiven Grafik aufbereitet.

■ Ebenso weltweite Fallzahlen stellt die Johns Hopkins University auf einer interaktiven Karte dar.

■ Die Unterschiede bei den Fallzahlen von RKI, WHO und Johns Hopkins University bedeuten nicht, dass die Zahlen falsch sind. Differenzen ergeben sich vielmehr aus Melde-Verzögerungen und unterschiedlichen Quellen: Dem RKI werden die Fallzahlen von den Gesundheitsämtern über das jeweilige Bundesland übermittelt. Es meldet die Zahlen nach einer Prüfung dann weiter an die WHO – so kommt es zu Verzögerungen. Die Daten der Johns Hopkins University kommen nach eigenen Angaben aus verschiedenen öffentlich zugänglichen Quellen und können daher von jenen Zahlen von RKI und WHO abweichen.

Eine Erkrankung an Covid-19 nach einer Infektion mit dem Coronavirus äußert sich laut Bundesgesundheitsministerium durch grippeähnliche Symptome, wie trockenem Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost sei berichtet worden.

Die Inkubationszeit beträgt nach aktuellen Erkenntnissen wohl bis zu 14 Tage: Das heißt, dass es nach einer Ansteckung bis zu zwei Wochen dauern kann, bis Symptome auftreten.

■ Wichtig: Infizierte können den Virus schon übertragen, wenn sie selbst noch keine Symptome bemerken.

Der Coronavirus wird vor allem mit einer Tröpcheninfektion übertragen. Laut Robert-Koch-Institut sind theoretisch auch eine Schmierinfektion (über kontaminierte Oberflächen) und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich. Nach bisherigen Erkenntnissen verlaufen mehr als 80 Prozent der Erkrankungen vergleichsweise mild. Wer meint, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte unbedingt

zu Hause bleiben und zum Telefon greifen. Dann entweder

■ beim Hausarzt anrufen

oder beim

■ Ärztlichen Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117.

Telefonisch gibt es zudem noch weitere Stellen für Informationen:

■ Die Unabhängige Patientenberatung ist zu erreichen unter: ☎ 0800 – 011 77 22

Ein Bürgertelefon hat das Bundesgesundheitsministerium eingerichtet unter: ☎ 030 – 346 465 100

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice des Gesundheitsministeriums per Fax zu erreichen: ☎ 030 – 340 60 66 07, sowie per Mail unter info.deaf@bmg.bund(dot)de und info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Ein Gebärdentelefon mit Videotelefonie findet sich unter: www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Die aktuellen Risikogebiete für Ansteckungen hat das Robert-Koch-Institut bis zum 10. April 2020 veröffentlicht. Mittlerweile hat sich Covid-19 weltweit ausgebreitet. Ein Übertragungsrisiko bestehe daher „sowohl in Deutschland als in einer unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit“, schreibt das RKI.

Für Reisende gibt es weitere Informationen zu Covid-19 und Reisewarnungen beim Auswärtigen Amt.

■ Zum Infektionsschutz gibt es auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) umfassende Anleitungen zum richtigen Händewaschen, zu den angemessenen Regeln beim Niesen sowie auch Merkblätter zu allgemeinen Hygiene- und Verhaltensregeln.

■ Niesen oder Husten soll man möglichst in die eigene Armbeuge und versuchen, sich seltener ins Gesicht zu fassen.

Händwaschen sollte man regelmäßig und zwar mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife.

■ Reduzieren sollte man den Kontakt zu anderen Menschen derzeit so stark wie möglich, empfiehlt die BGzA. Wenn man doch in der Öffentlichkeit unterwegs ist, soll man möglichst einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen einhalten.

■ Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) gilt bundesweit einheitlich und bisher richten sich die Maßnahmen der Behörden nach diesem Gesetz, schreibt unser rechtspolitischer Korrespondent Christian Rath in seinem Überblick zur Rechtslage.

■ Die Katastrophenschutzgesetze der Länder sind anwendbar, sofern sich die Lage zur Katastrophe zuspitzen sollte.

■ Die Bundeswehr kann im Rahmen der Amtshilfe heute schon tätig werden, etwa im Sanitätsbereich oder zur logistischen Unterstützung. Im Extremfall kann sie auch im Inland eingesetzt werden, um (gemeinsam mit der Polizei) die öffentliche Ordnung zu bewahren oder wiederherzustellen, etwa wenn geplündert wird oder Krankenhäuser belagert werden.

■ In den „Notstandsgesetzen“ ist das geregelt, zu denen die Artikeln 35, 87a und 91 des Grundgesetzes zählen. Die „Notstandsgesetze“ wurden 1968 gegen den Widerstand der Außerparlamentarischen Opposition (APO) beschlossen.

■ Gerüchte, Falschmeldungen und Verschwörungstheorien über das Coronavirus kursieren derzeit viele.

■ Aufklärung über viele Corona-Falschmeldungen bietet unter anderem der Verein Mimikama.at.

■ Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in englischer Sprache eine eigene Seite zur Aufklärung von Mythen über den Coronavirus veröffentlicht.

■ Zu den häufigsten Fragen hat das Robert-Koch-Institut ein FAQ zu Corona veröffentlicht.

■ Weitere Fachinformationen finden sich ebenso auch auf einer Überblicksseite des Robert-Koch-Instituts.

■ Verhaltens- und Hygienetipps und ebenso in einem FAQ die häufigsten Fragen beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Corona-Übersicht auf infektionsschutz.de.

■ Umfassend informieren kann man sich auch beim Bundesgesundheitsministerium.

■ Eine weltweite Übersicht bietet die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Bundesweite Telefonnummern im Überblick:

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117

Unabhängige Patientenberatung: ☎ 0800 011 77 22

■ Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 346 465 100

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte: Fax: 030 / 340 60 66 – 07 sowie per Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de / info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Gebärdentelefon (Videotelefonie): www.gebaerdentelefon.de/bmg

■ Bei Sorgen ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar unter: 116 123 sowie 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222.

■ Infos über Corona auf Türkisch hat die taz in ihrem Text „Koronavirüs Almanya'da“ zusammengestellt.

■ In weiteren Sprachen sammelt die taz Info-Texte under taz.de/coronainfo

■ Hygiene-Infos in weiteren Sprachen bietet die BZgA in Hygiene-Merkblättern unter anderem auf Türkisch “Viral enfeksiyonlar – hijyen korur!“ (PDF) sowie auf Englisch “Viral infections – hygiene works!“ (PDF)

Leichte Sprache: Informationen zum Coronavirus in Leichter Sprache stellt das Bundesgesundheitsministerium zur Verfügung.

Gebärdensprache: Das Bundesgesundheitsministerium beantwortet Fragen mittels Videotelefonie und ist dafür über ihr Gebärdentelefon zu erreichen. Dazu gibt es hier noch mehr Infos. Das Gebärdentelefon ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Ebenso möglich sind Fragen per Fax: 030 / 340 60 66 – 07 oder per E-Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de oder info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de.

■ Weitere Sprachen: Kurze Info-Flyer der Johanniter auf Englisch (PDF), Dari (PDF), Arabisch (PDF), Farsi (PDF), Türkisch (PDF), Russisch (PDF), Italienisch (PDF) und Französisch (PDF) hat der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bereitgestellt.

International: Informationen zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen stellt zudem die Weltgesundheitsorganisation WHO bereit.

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