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■ Streit um deutsch-tschechisches ForumPrag kritisiert die Berufung Sudetendeutscher

Prag/Bonn (dpa/AFP) – Im tschechischen Parlament ist gestern die Besetzung des deutsch- tschechischen Gesprächsforums erneut auf Ablehnung gestoßen. Grund ist die Nominierung des Vorsitzenden der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Franz Neubauer, im 40köpfigen Koordinierungsrat. Der Vorsitzende der stärksten Fraktion im tschechischen Parlament, der Sozialdemokrat Milos Zeman, sagte, Neubauer habe die deutsch- tschechische Aussöhnungserklärung von Beginn an abgelehnt und suche keine zukunftsorientierten Lösungen. Seine Partei werde sich nicht wie geplant am Koordinationsrat beteiligen.

Demgegenüber verteidigte Bonn die Besetzung des Koordinierungsrates. Die Benennung zweier führender Vertreter der Sudetendeutschen in den Rat sei ein „konstruktiver Beitrag“, auch diese Gruppe in die deutsch- tschechische Aussöhnung einzubinden, sagte Regierungssprecher Peter Hausmann.

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