: Polizei weist Vorwürfe zurück
Schwere Vorwürfe gegen die Hamburger Polizei: Hat ein Polizist am Dienstag bei dem Feuer in der Pension „Am Dammtor“ verhindert, daß ein Zeuge den beiden Kindern, die später in den Flammen auf dem Balkon im zweiten Stock ums Leben gekommen sind, rechtzeitig zur Hilfe kam? So soll der Polizeibeamte in Zivil, der eine Plastikweste mit der Aufschrift „Polizei“ trug, dem Mann, der aus einem Fitneß-Studio eine Leiter geholt hatte, den Zugang zum Hinterhof an der Rothenbaumchaussee verweigert haben.
Grund: Die Aktion sei zu gefährlich, die Feuerwehr sei schon unterwegs. Die Polizei hat diese Vorwürfe als „unhaltbar“ zurückgewiesen. Polizeisprecher Hans-Jürgen Petersen: „Polizeibeamte in ziviler Kleidung wurden erst zu einem Zeitpunkt am Brandort eingesetzt, als eine Rettung der späteren Opfer nicht mehr möglich war und die Feuerwehr bereits bis zur Brandausbruchstelle vorgedrungen war.“ Ursache des Feuers, bei dem ein zweijähriges Mädchen und ein fünfjähriger Junge aus Schwerin ums Leben gekommen sind, war vermutlich eine umgefallene Weihnachtskerze. kva
Umverteilung gegen rechts
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen