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„Politico“ expandiert

POLITIKDIENST Büro in London wird eröffnet

| Politico.eu expandiert nach Großbritannien. Wie der Medienbranchendienst turi2 berichtet, eröffnet der Europa-Ableger des US-Politikdienstes ein Büro in London. Leiter wird Mitherausgeber Francesco Guerrera, der beim Wall Street Journal zuletzt Ressortleiter Finanzen war und für die Financial Times über die Finanzkrise schrieb.

Außerdem kündigte der europäische Ableger von Politico die Ausweitung des Abomodells Pro an. Pro ist eine Art Echtzeit-Nachrichtendienst, der sich an ein Fachpublikum richtet. Zum Frühjahr 2016 sollen die drei Themenbereiche Finanzpolitik, Landwirtschafts- und Ernährungspolitik sowie Handelspolitik zum Portfolio der Pro-Fachgebiete hinzukommen und die bereits bestehenden Bereiche Energie-, Technologie- und Gesundheitspolitik ergänzen.

Nach eigenen Angaben hat der Europa-Ableger über 100 Institutionen als Abonnenten. Die Website politico.eu verfügt ein halbes Jahr nach dem Start über eine Reichweite von über 2,5 Million Visits pro Monat. Die Printausgabe geht jede Woche an 29.000 Empfänger.

Seit 2007 beleuchtet die US-Nachrichtenseite Politico den Washingtoner Politikbetrieb. Im April 2015 startete der europäische Ableger des Magazins Politico. Die Zielgruppe des Magazins sind EU-Mitarbeiter sowie Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft mit europapolitischem Interesse. Als schärfsten Konkurrenten sehen die Macher die britische Zeitung Financial Times.

Matthew Kaminski, der europäische Chefredakteur von Politico, erklärt in einem online veröffentlichten Gespräch mit Chefredakteur John Harris: „Mit scheint, die wirkliche Frage für uns ist, wie wir die Financial Timesals Hausblatt verdrängen.“ Zumindest gehe es darum, die renommierte Zeitung unter Druck zu setzen. ­Harris setzt hinzu, er hoffe, Journa­listen bei dieser „eindrucks­vollen Publikation“ abzuwerben. (taz, dpa)

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