■ Plutonium: Adrian stützt Rafa
München (dpa) – Die mit Spannung erwartete Aussage des BND- Dolmetschers „Adrian“ im Münchner Plutoniumprozeß hat offenbar die Aussage des V-Manns „Rafa“ gestützt und den Bundesnachrichtendienst weitgehend aus der Verdachtslinie gehalten. Adrian war den Münchner Ermittlern nach Darstellung des BND in Amtshilfe ausgeliehen worden, um die Verhandlungen zwischen den mutmaßlichen Plutoniumschmugglern und den Scheinaufkäufern des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) zu begleiten. Vor dem Landgericht soll Adrian gesagt haben, bei den Verhandlungen in einem Münchner Straßencafé sei völlig offen geblieben, wo sich das Nuklearmaterial befinde. „Wir konnten nichts ausschließen“, zitierte Anwalt Sewarion Kirkitadse den Zeugen. Rafa hatte zuletzt behauptet, er sei von einer Lagerung des Plutoniums in Berlin ausgegangen.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 180 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen