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Pippi Langstrumpf tanzt

■ Alternative Nobelpreise für Astrid Lindgren und Bürgerbewegungen aus der Dritten Welt

Stockholm (taz) – Die Kinderbuchautorin und Schöpferin von „Pippi Langstrumpf“, Astrid Lindgren, hat zwar immer noch nicht den Literaturnobelpreis bekommen – aber gestern bekam sie wenigstens den „Ehrenpreis“ der Alternativen Nobelpreise, die die Right Livelihood Foundation jährlich verleiht. Den „normalen“ Alternativen Nobelpreis teilen sich drei Volksbewegungen aus Nigeria, Indien und Trinidad/Tobago.

Die nigerianische Bewegung für das Überleben des Ogoni-Volkes (Mosop) hat, so die Jury, „mit exemplarischem Mut und ohne Gewalt für die Rechte ihres Volkes auf eine gesunde Umwelt, Staatsbürgerrechte und wirtschaftliche Grundversorgung“ gekämpft. Die Ogoni im Südosten Nigerias protestieren gegen die Zerstörung ihres Siedlungsgebietes durch die Ölförderung; Mosop-Führer Ken Saro- Wiwa sitzt im Gefängnis. Die Jury rief Nigerias Militärregime zu seiner Freilassung auf. Die indische VGKK hat laut der Jury „gezeigt, wie eine Stammeskultur die Grundrechte der Bevölkerung garantieren und gleichzeitig die umliegende Gesellschaft positiv beeinflussen kann“. Der Soliga-Stamm im Bundesstaat Karnataka wird seit den 50er Jahren durch „moderne“ Agrarwirtschaft seiner Lebensgrundlagen beraubt; die 1981 gegründete VGKK soll seiner Verelendung entgegenwirken. Die karibische Sevol schließlich hat ein basisorientiertes Ganztagsschulangebot entwickelt, das auch die Eltern der Schüler einbezieht. Die Regierung von Trinidad und Tobago sowie 15 weitere Karibikländer haben es in ihre Bildungsprogramme aufgenommen. Porträt Seite 11

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