: Pilger wollen Spenden „nicht den Negern geben“
Spanische Pilger haben sich in dem Wallfahrtsort San Cayetano geweigert, Spenden der notleidenden Bevölkerung Ruandas zukommen zu lassen. Der zuständige Erzbischof entschloß sich deswegen, den Gläubigen des Dorfes Jolucar in Andalusien die Schlüssel der Einsiedelei San Cayetano abzunehmen, die das Ziel der jährlichen Wallfahrt ist. Zuvor war es zu Tumulten gekommen, als der Pfarrer einer Nachbarpfarrei während einer Messe die Entscheidung des Bischofs bekanntgab, das bei der Wallfahrt gesammelte Geld nach Ruanda zu schicken. Der Priester hatte sich daraufhin geweigert, mit der Meßfeier fortzufahren. Aufgebrachte Gläubige hatten während der Meßfeier gesagt „Wo ist eigentlich Ruanda?“ und „Ausgeschlossen, das Geld den Negern zu geben“. Andere forderten, den gesammelten Geldbetrag von 764.000 Pesetas (ca. 9.000 Mark) für die Reparatur des örtlichen Kirchturms zu verwenden.Foto: Gust/Zenit
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