: Pieroth pleite?
Der FDP-Fraktionsvorsitzende im Abgeordnetenhaus, Axel Kammholz, hat Finanzsenator Pieroth vorgeworfen, daß Berlin pleite sei und der Finanzsenator den Offenbarungseid leisten müsse. Kammholz bezog sich auf die von Pieroth bekanntgegebene Korrektur der jüngsten Steuerschätzung, nach der Berlin 1995 mit 500 Millionen Mark Mindereinnahmen durch niedrigeres Steuerwachstum rechnen muß. Der Haushalt 1995/96 steckt nach Ansicht des FDP-Politikers „voller Luftschlösser“. Obwohl der Haushalt ohnehin eine Nettoneuverschuldung von 6,75 Milliarden Mark ausweise, vergrößere sich das Defizit täglich. Erst fehlten 130 Millionen Mark, die aus der Hauptstadtförderung Kultur erbracht werden sollten und die Bonn nicht bewilligt habe. Dann seien die „pauschalen Minderausgaben“ in Milliardenhöhe bis heute nicht umgesetzt worden.dpa
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen