Philippinerin verkaufte Organ: Eine Hochzeit für eine Niere
Um Gesetze zur Bekämpfung des Organhandels zu umgehen, ging ein reicher Saudi eine Scheinehe mit einer Philippinerin ein. Die Sache flog nur auf, weil die beiden keine gemeinsame Sprache sprechen.
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MANILA ap | Um an eine Spenderniere zu kommen, hat ein Mann aus Saudi-Arabien eine Philippinerin geheiratet. Damit wollte er die strikten neuen Gesetze der Philippinen zur Bekämpfung des Organhandels umgehen, wie die Sozialbehörde in Manila am Montag mitteilte. Die Operation wurde untersagt.
Behördensprecherin Esperanza Cabral sagte, der Saudi-Araber habe in einem staatlichen Krankenhaus eine Transplantation beantragt und seine Frau als freiwillige Spenderin angegeben. Mitarbeiter hätten jedoch Verdacht geschöpft, weil das Paar erst kürzlich geheiratet hatte und der Ehemann weder Englisch noch Tagalog sprach und die Frau kein Arabisch.
"Ganz offensichtlich war das keine Spende", sagte Cabral am Montag bei einer Pressekonferenz. "Es war tatsächlich ein Organverkauf." Der Antrag sei daraufhin vor zwei Monaten abgelehnt worden.
Die Philippinen wurden 2005 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als das weltweit am fünftstärksten vom Organhandel betroffene Land eingestuft. An erster Stelle stand China. Häufig versuchen dabei reiche Ausländer, Organe von verarmten Philippinern zu kaufen.
Die Gesetze wurden kürzlich verschärft, ausländische Organempfänger sind seither strengen Beschränkungen unterworfen. Ausnahmen gelten allerdings unter anderem für Familienangehörige.
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