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Philippinen fast atomwaffenfrei

■ Verfassungskommission verschiebt aber Entscheidung über US–Stützpunkte

Manila (wps/ap) - Mit einem windelweichen Kompromiß endeten am Donnerstag und Freitag zwei der heißumstrittensten Abstimmungen über den zukünftigen außenpolitischen Kurs der Philippinen. Die seit gut drei Monaten in Manila tagende Kommission zur Ausarbeitung einer neuen Verfassung beschloß, weder die Präsenz von amerikanischen Militärbasen auf philippinischem Territorium noch die Einlauferlaubnis für atomgetriebene Schiffe grundsätzlich zu untersagen, sondern von zukünftigen Verhandlungen abhängig zu machen. In dem entsprechenden Artikel über die „Atomwaffenfreie Zone“ heißt es, die Philippinen verfolgten eine Politik, die darauf angelegt sei, ihr Gebiet von Atomwaffen freizuhalten. Kommissionsmitglieder in Manila erläuterten, dies bedeute jedoch nicht, daß atomgetriebenen Schiffen das Anlaufen automatisch untersagt werde, wie dies nach dem Vorbild Neuseelands und anderer pazifischer Inselstaaten von den Linksnationalisten seit langem gefordert wird. Fortsetzung auf Seite 6

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