■ Australian Open: Finale fast komplett: Pete Sampras als tränenloser Sieger
Melbourne (taz) – Gut erholt von seinen emotionalen Ausbrüchen beim hochklassigen Fünfsatz- Match gegen Jim Courier zeigte sich im Halbfinale der Australian Open der Weltranglistenerste Pete Sampras. Gegen Michael Chang verbannte er die Sorgen um seinen schwerkranken Coach Tim Gullikson (Sampras: „Es geht ihm schon viel besser“) aus seinen Gedanken, präsentierte sich in großer Form und gewann nach 3:07 Stunden mit 6:7 (6:8), 6:3, 6:4, 6:4. „Ich hatte gehofft, daß er müde und nicht so fit ist“, sagte der laufstarke Chang, doch Sampras hatte die Qualen überwunden und ließ seinen Gegner nach dem knapp verlorenen Tie-break sogar in den Grundlinien-Duellen wiederholt schlecht aussehen.
Bis zum Finale am Sonntag kann sich Sampras nun einen Tag länger pflegen als sein Kontrahent, der heute zwischen Andre Agassi und Aaron Krickstein (beide USA) ausgespielt wird. „Das ist wirklich super für mich“, freute sich Sampras. „Morgen werde ich den Schläger in die Ecke stellen und mich nur ausruhen.“
Während Sampras und Chang eine begeisternde Vorstellung boten, sahen die rund 12.000 Zuschauer im Frauen-Halbfinale nur langweilige Pflichtsiege. Arantxa Sanchez-Vicario (Spanien) setzte sich mit 6:4, 6:1 gegen die ungesetzte Marianne Werdel (USA) ebenso mühelos und unspektakulär duch wie Mary Pierce (Frankreich) mit 6:3, 6:1 gegen die Spanierin Conchita Martinez.
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