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Peseta steigt nach der Wahl

■ Devisenhändler begrüßen Aussicht auf stabile Regierung

Madrid/Berlin (dpa/taz) – Meistens mögen Devisenhändler keine Sozialisten oder Sozialdemokraten, weshalb in der Regel nach deren Wahlsiegen die entsprechende Landeswährung bei ihnen zunächst niedriger im Kurs steht. Nicht so in Spanien: Nach dem erneuten Wahlsieg der Sozialisten, die allerdings auf wirtschaftlichem Gebiet höchst neoliberal agieren, konnte sich die Peseta gestern an den Devisenbörsen gegenüber der D-Mark deutlich verbessern.

Die spanische Währung, die seit September dreimal um insgesamt 20 Prozent abgewertet wurde und vor der Wahl weiter unter Druck stand, machte angesichts der Aussichten auf eine stabile neue Regierung einen Sprung nach oben. Sie verbesserte sich gegenüber der D-Mark von 78,24 Peseten am Freitag auf 76,80 Peseten bei Eröffnung der Märkte. Auch zum US-Dollar war ein Kursanstieg auf 125 Peseten je Dollar gegenüber 127,15 Peseten am Freitag zu beobachten. Die Aktienhändler hielten sich demgegenüber an die Regel, daß Märkte stramm antisozialistisch zu sein haben. Die Madrider Börse verlor bis zum Mittag 2,21 Prozentpunkte gegenüber dem Stand von Freitag. Der Index stellte sich auf 259,03 Punkte.

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