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Peres soll Barak folgen

Israels Arbeitspartei braucht einen Interimschef und streitet um Regierungsbeteiligung unter Scharon

JERUSALEM ap ■ Friedensnobelpreisträger Schimon Peres soll vorübergehend Vorsitzender von Israels Arbeitspartei werden. Das Zentralkomitee wollte gestern die Entscheidung der Kabinettsminister bestätigen. Der Parteiführung zufolge soll Peres das Amt übernehmen, bis ein Nachfolger für den bisherigen Chef und Ministerpräsidenten Ehud Barak gefunden ist. Umstrittener ist die Entscheidung über den Eintritt in eine große Koalition mit dem Likud-Block von Wahlsieger Ariel Scharon.

Gestern Nachmittag wollte das Zentralkomitee der Arbeitspartei die Frage klären. Peres und andere Mitglieder der Parteiführung haben sich für einen Eintritt in eine große Koalition ausgesprochen. Sie verwiesen auf Israels prekäre Lage nach den Unruhen in den palästinensischen Autonomiegebieten. Andere wie der noch amtierende Außenminister Schlomo Ben Ami und Justizminister Jossi Beilin erklärten dagegen, die Arbeitspartei werde als Juniorpartei in Scharons Regierung nicht an ihren Überzeugungen festhalten können. Der Arbeitspartei wurden 7 von 30 Ministerämtern zugesagt. Peres soll in der großen Koalition das Amt des Außenministers übernehmen. „Wenn wir sehen, dass wir immer wieder überstimmt werden, werden wir nicht in der Koalition bleiben“, kündigte er an.