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Paraguays Knäste quellen über

Asuncion (ips) — Die Realität in den Haftanstalten Paraguays ist dramatisch. Mehr als 2.000 Häftlinge überfordern alle vorhandenen Raumkapazitäten. Die meisten von ihnen haben kein ordentliches Gerichtsverfahren erlebt. Eindrücke über die prekäre Lage in den Haftanstalten wurden jetzt, kurz vor der jährlichen Visite der Gefängnisse durch nationale Behörden, bekannt. Die größte Haftanstalt des Landes, Tacumbu, beherbergt 1.515 Personen. 1.355 sind ohne Gerichtsverfahren in Haft, einige sitzen bereits seit 18 Jahren, ohne daß sie je einem Richter vorgeführt worden wären noch einen Verteidiger zugeteilt erhielten. Das Frauengefängnis „Guter Hirte“ beherbergt 150 Insassinnen unter extrem engen Verhältnissen. Die Sprecherin der Kommission zur Begutachtung der Gefängnisse, Dora Salgueiro, zeigte sich erschüttert über die Zustände: „Sie dürfen jeden Tag nur kurz an die Sonne. Und das Privileg haben sie gerade erst vor wenigen Tagen bekommen.“ Das Gefängnis von Emboscada bildet ein eigenes Kapitel. Kinder jeden Alters leben dort unter unmenschlichen Bedingungen. Angeblich ist ein neues Gesetz in Arbeit, das Gerichtsverfahren beschleunigen und eine Amnestie für diejenigen bringen soll, die weniger als drei Jahre zu erwarten haben.

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