■ Pakete per Strichcode durchs Land: Post AG organisiert Paketversand neu
Bonn (AP) – Die Post AG hat den Versand von Päckchen und Paketen neu organisiert. Jedes Paket soll innerhalb Deutschlands nach spätestens zwei Tagen beim Empfänger sein und seine Reise lückenlos dokumentiert werden. Für das Unternehmen selbst soll das 4,2 Milliarden Mark teure neue Frachtkonzept eine Verminderung der Kosten bringen, sagte Post- Vorstand Dieter Seegers-Krückeberg am Dienstag in Bonn.
Grundlage der Neuorganisation ist der Bau von 33 Frachtzentren. Die Handhabung von Paketen wird schneller und ist mit weniger Personal zu bewältigen. Die Post AG hofft, 1997 beim Paketdienst, der bisher zwei Milliarden Mark Verlust im Jahr brachte, schwarze Zahlen zu schreiben.
Eine Schlüsselrolle spielt ein computerlesbares Streifenmuster, der sogenannte Strichcode. Die alte Paketkarte hat ausgedient. Der Kunde erhält einen Einlieferungsnachweis. Zwei bis drei Tage nach der Einlieferung kann er telefonisch beim Frachtzentrum feststellen, ob das Paket ausgeliefert wurde.
Die Kunden können Pakete in den Postfilialen, bei Postagenturen oder beim Landzusteller aufgeben. Großkunden können selbst buchen und sparen dabei mindestens 2,50 Mark pro Paket. Die Post will wie bisher Pakete auch samstags zustellen. Wird der Empfänger nicht angetroffen, kann die Sendung eine Woche lang bei 12.000 statt bisher 6.000 Filialen abgeholt werden.
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