■ Paketbombe: Keine heiße Spur
Freiburg (AFP) – Auch fünf Tage nach dem tödlichen Paketbomben-Anschlag auf eine 24jährige Freiburgerin ist die Sonderkommission der Polizei noch ohne heiße Spur. Wie das Landeskriminalamt Baden-Württemberg mitteilte, wurden für Hinweise zur Ergreifung der Täter mittlerweile insgesamt 30.000 Mark Belohnung ausgesetzt. Bei den kriminaltechnischen Untersuchungen ergab sich, daß der oder die Täter eine Gasflasche für Feuerlöscher mit selbsthergestelltem Sprengstoff gefüllt hatten. Das Paket sei nicht durch die Post zugestellt, sondern vom Täter selbst vor die Wohnungstür gelegt worden. Die 24jährige Kerstin Winter, die bei dem Anschlag getötet wurde, war in links-autonomen Kreisen aktiv.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen