■ PDS: Gysi soll bleiben
Berlin (dpa/taz) – Der stellvertretende PDS-Bundesvorsitzende André Brie ist am Montag durch einstimmigen Beschluß des Parteivorstands von seinem Amt entbunden worden. Brie hatte vergangene Woche eingestanden, fast zwanzig Jahre für die Stasi gearbeitet zu haben. Davon hatte er bei seiner Wahl zum Vize geschwiegen und damit gegen Parteistatuten verstoßen. Auf der Vorstandssitzung wurde auch das Verhalten von Parteichef Gregor Gysi erörtert, der von den Stasi-Kontakten seines Stellvertreters und Freundes Brie seit 1990 wußte, aber sie wie Brie der Partei verschwiegen hatte. Der Vorstand erklärte, er könne Gregor Gysis Motive nachvollziehen, sein Verhalten aber nicht billigen. Sein Rücktritt, so erläuterte PDS- Sprecher Harnisch, sei nicht verlangt worden.
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