■ PARAGRAPH 218: Union setzt auf Strafe — und auf Almosen
Bonn (dpa/taz) — Nach heftigen Diskussionen hat Alt-Fraktionsführer Dregger seine Abgeordneten doch noch auf Kurs getrimmt: Mit großer Mehrheit stimmte die Unionsfraktion gestern einem Kommissionsentwurf zu, der Abtreibung nur bei medizinischer und psychosozialer Notlage erlaubt. Dregger hoffte, daß sich diese große „Integrationsleistung“ im Parlament wiederholen lasse.
Zuvor hatte eine Arbeitsgruppe die im sozialpolitischen Teil des Entwurfs vorgesehenen finanziellen Leistungen kräftig zusammengestrichen. Der in der Koalitionsvereinbarung vorgesehene Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz wurde auf 1997 verschoben.
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