: Ost-Polizeichef will bis Februar West-Kontakt
Der neue Ostberliner Polizeipräsident Generalmajor Dirk Bachmann will sich bis spätestens Februar mit seinem Westberliner Amtskollegen Georg Schertz treffen. Zum Wohle der eigenen Bürger und der Gäste aus West-Berlin sei er bemüht, die Kontakte zur dortigen Polizei zu festigen, zitiert 'adn‘. Die Arbeit der Polizei soll nach seinen Worten „uneingeschränkte Rechtsstaatlichkeit, Transparenz und demokratische Kontrolle des Wirkens“ gewähren. Rechtsstaatlichkeit verlange, „dem Grundsatz zu folgen, dem Bürger ist alles erlaubt, was ihm gesetzlich nicht ausdrücklich verboten ist, der Volkspolizei ist nur das gestattet, was rechtlich festgeschrieben ist“, meinte Bachmann. Im Zusammenhang mit dem brutalen Vorgehen der Volkspolizei gegen Demonstranten am 7. Okotober sagte er, die Volkspolizei dürfe nie wieder in eine Situation gelangen, in der politische Konflikte mit polizeilichen Mitteln gelöst werden sollen.
Nach Angaben von Ost-Berlins Kripo-Chef Oberst Manfred Kolbe ist nach Öffnung der Grenzen in der Stadt kein Anstieg der Kriminalität zu verzeichnen gewesen. Delikte wie vorsätzliche Tötung, Raub und Vergewaltigung seien zurückgegangen. Rowdytum hingegen, unter anderem mit Verherrlichung von Faschismus und Militarismus, hätten zugenommen.
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