: Opposition verließ runden Tisch in Sofia
Sofia (ap) - Die bulgarische Opposition hat am Donnerstag ihre Teilnahme an den Verhandlungen am runden Tisch vorerst aufgekündigt. Erst nach der Erfüllung ihrer Forderungen will die oppositionelle Union der demokratischen Kräfte wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren, kündigten Oppositionssprecher am Donnerstag in Sofia an. Als möglicher Termin für die Wiederaufnahme der Gespräche wurde der kommende Montag genannt. Mit ihrem Auszug aus den Verhandlungen protestierte die Opposition dagegen, daß Vereinbarungen über ein ihr zugesagtes Gebäude, eine eigene Tageszeitung sowie über Zugang zu Rundfunk- und Fernsehsendungen nicht eingehalten wurden.
Unterdessen unterstrich Bundesaußenminister Genscher beim ersten Besuch im Land seit der Wende, daß der Westen bereit sei, Reformen zu honorieren. Er forderte Opposition und Regierung auf, die neue Politik fortzusetzen.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen