: Omarska war die Hölle
Anklägerin des UN-Tribunals plädiert auf 25-jährige bis lebenslange Haftstrafen für fünf Lageraufseher
DEN HAAG dpa ■ Haftstrafen zwischen 25 Jahren und lebenslang hat die Anklage vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal gegen fünf bosnische Serben gefordert. Sie sollen 1992 als leitende Aufseher im Lager Omarska mehrere tausend Muslime terrorisiert haben. Ihnen werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Verstöße gegen das Kriegsvölkerrecht vorgeworfen. Im Einzelnen werden sie für Morde, Folter, inhumane Haftbedingungen sowie Verfolgung von Muslimen und Kroaten im Norden Bosniens verantwortlich gemacht.
„Omarska war die Hölle“, fasst die Anklägerin in ihrem Plädoyer zusammen. Dort hätten sich die fünf Männer als „willfährige Teilnehmer an einigen der schlimmsten Verbrechen der jüngsten Geschichte“ beteiligt. Für alle, die sich an die Normen der Zivilisation hielten, habe Omarska denselben Klang wie Dachau, die „killing fields von Kambodscha“, Ruanda und Srebrenica, so die Anklägerin.
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