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Offizier lief Amok – sieben Tote

Stockholm (AP/taz) – Die Schweden haben mit ungläubigem Entsetzen auf das schwerste Gewaltverbrechen ihrer jüngeren Kriminalgeschichte reagiert, dem in der Nacht zum Samstag sieben Menschen zum Opfer fielen. In dem Wintersportort Falun hatte ein möglicherweise betrunkener Offizier fünf Frauen und zwei Männer erschossen. „Diese Art extremer Gewalt ist völlig ungewöhnlich in Schweden“, sagte der Psychiater Lars Lindberg. „So was geschieht hin und wieder in den USA.“

Nach Mitteilung der Polizei handelt es sich bei dem Amokläufer, der seine Opfer in einem Park der mittelschwedischen Stadt mit einem aus der Kaserne geschmuggelten Sturmgewehr regelrecht abknallte, um einen 24jährigen Heeresleutnant, der nach einem Schußwechsel mit der Polizei an der Hüfte getroffen wurde und ins Krankenhaus gebracht wurde. Wie die Polizei bekanntgab, ist er geständig.

Fünf der Ermordeten waren junge Frauen, die der freiwilligen Verteidigungsreserve angehörten und in derselben Kaserne, in der auch der Attentäter stationiert ist, einen einwöchigen Kurs absolvierten. Nach einem Bericht des schwedischen Fernsehens waren sie auf dem Heimweg von einer Diskothek. Auch zwei männliche Passanten starben unter den Kugeln des Massenmörders. „Es war eine Hinrichtung“, sagte Polizeisprecher Bertil Jansson. Eine Frau wurde verletzt.

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