■ Österreich: Ehrung verweigert
Wien (rtr) – Braunau will dem in der NS-Zeit hingerichteten Wehrdienstverweigerer Franz Jägerstätter kein Denkmal setzen. Wie der österreichische Rundfunk (ORF) gestern berichtete, lehnte der Gemeinderat der oberösterreichischen Stadt den Vorschlag ab, einen Brunnen und eine Straße nach Jägerstätter zu nennen. Eine Begründung für die Entscheidung wurde nicht bekannt. Ein Bezug zu Braunau als Geburtsstadt Adolf Hitlers besteht laut ORF aber nicht. Der gläubige Katholik war 1943 hingerichtetet worden, weil er sich geweigert hatte, für das Dritte Reich die Waffe in die Hand zu nehmen. Er gilt als Symbolfigur des Widerstandes gegen das Hitler-Regime.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen